Regelmäßig wie Konjunkturzyklen alle paar Jahre wieder die gleichen Utopien. Da lese ich jetzt in einer Führungs-Fachzeitschrift einen Beitrag, der fordert, Führungskräfte sollten von ihren Mitarbeitern gewählt werden.

Witzig: Dieses Thema ist seit zwanzig (!) Jahren eine meiner Spielkarten für "chaotische Meetings" in meinen Führungstrainings.

Was der Autor dieses Beitrags nur am Rande streift: Muss die Führungskraft dann auch den Mitarbeitern berichten und sich ihnen gegenüber für seine Leistungen verantworten? Dann müssten konsequenterweise die Mitarbeiter ihre Führungskraft auch bezahlen. Doch diesen Aspekt blendet der Autor aus.

Klassische Unternehmen werden dann wohl überflüssig. Allerdings gibt es schon so eine Organisationsform - beispielsweise Vereine oder politische Parteien -, wo Mitglieder ihr Führungspersonal wählen und sie mit ihren Mitgliedsbeiträgen bezahlen.

Allerdings ist mir nicht bekannt, dass auch die Festangestellten von Vereinen ein Führungskräfte-Wahlrecht hätten, wenn sie nicht zufällig auch Vereinsmitglieder sind.

ACHTUNG WERBUNG: Wie Führung und Teambildung wirklich funktioniert, können Sie in diesem Jahr auch im "Coaching auf See" erleben.